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Bremer YWPA-Preisträgerin 2020 Emma Lehbib international erfolgreich

Bremer YWPA-Preisträgerin 2020 Emma Lehbib international erfolgreich

Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm, Preisträgerin Emma Lehbib und Ute Salmen, Präsidentin ZONTA Club Bremen

Internationaler Preis für Schülerin aus Bremen

Die Abiturientin Emma Lehbib vom Hermann-Böse-Gymnasium ist Preisträgerin des ZONTA International Young Women in Public Affairs Award 2020.

Der Award wird jährlich von ZONTA International an zehn Teilnehmerinnen des weltweiten Wettbewerbs verliehen. Die zehn internationalen Preisträgerinnen haben sich auf lokaler Ebene und länderübergreifend im jeweiligen ZONTA District gegen Mitbewerberinnen durchsetzen können und erhalten jeweils ein Preisgeld von 5.000 US$.
Bei einer feierlichen Ehrung würdigten die neue Präsidentin des ZONTA Club Bremen, Ute Salmen, die Landesbeauftragte für Frauen, Bettina Wilhelm, Mitglieder des ZONTA Club Bremen und geladene Gäste die Preisträgerin und ihren Erfolg auf internationaler Ebene. „Wir sind immer wieder begeistert von den vielseitigen Aktivitäten der jungen Frauen, die sich für den Award bewerben. Die Auszeichnung ist für herausragende, junge Frauen eine Bestätigung und Ermutigung, sich auch in Zukunft zu engagieren“, freut sich Ute Salmen.

Die Preisträgerin zeigte sich überwältigt von der internationalen Auszeichnung. Ihre Erfahrungen in der ehrenamtlichen Arbeit hätten ihr gezeigt, wie wichtig es sei, sich ehrenamtlich und politisch zu engagieren. Sie habe dadurch „an Selbstbewusstsein gewonnen“ und „gelernt, ihre Prioritäten richtig zu setzen“, betonte Emma Lehbib. Ihr ehrenamtliches Engagement möchte die 18-Jährige in jedem Fall fortführen und sich weiterhin auf die Themen Menschenrechte, Chancengleichheit und Fortschritt in Entwicklungsländern konzentrieren.

Emma Lehbib hatte im März diesen Jahres den Young Women in Public Affairs Award 2020 vom ZONTA Club Bremen verliehen bekommen. Im ZONTA District 27, zu dem Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Polen und die Ukraine gehören, ging die 18-Jährige als Siegerin hervor und nahm am internationalen Wettbewerb teil, in dem sie mit der höchsten Punktzahl aller Teilnehmerinnen einen der zehn begehrten internationalen Awards gewinnen konnte.
Am Hermann-Böse-Gymnasium engagierte sich Emma Lehbib in den Projekten Modell Europa Parlament (MEP) und Elephant Model United Nations (ELMUN), in denen Konferenzen des Europaparlaments und der Vereinten Nationen simuliert werden. Dabei schlüpfen Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlaments bzw. Delegierten der Vereinten Nationen und diskutieren über aktuelle Themen. Emma Lehbib übernahm in beiden Projekten Führungsaufgaben in der Leitung des Präsidiums bzw. des Generalsekretariats. Sie nahm an der internationalen Konferenz The Hague International Model United Nations (THIMUN) teil und konnte im Folgejahr Deutschland beim Central Southern Eastern European MEP vertreten. Hier diskutieren Gleichaltrige über aktuelle Weltprobleme und versuchten Lösungsansätze zu finden.

Emma Lehbib initiierte mit Freunden das Projekt „HBG gegen Sklaverei“ und machte durch verschiedene Aktionen auf die Lage der Flüchtlinge in Libyen aufmerksam. Dabei kam eine Spende von 1.000 Euro für die Internationale Organisation für Migration (IOM) zusammen. In dem Projekt „HBG für Menschen“ leitete und koordinierte Emma Lehbib gemeinsam mit einem Freund ein Team, das einen Spendenlauf für ein Waisenhaus in Südafrika organisierte. Der Spendenlauf mit 300 SchülerInnen brachte eine Summe von über 5.000 Euro ein. Mit einem Stipendium des Ostasiatischen Vereins Bremen verbrachte Emma Lehbib einen Monat in Nepal in einer Gastfamilie. Sie besuchte Schulen und Fabriken und kam an Slums vorbei. Sie war schockiert, zu sehen, wie stark Armut und Elend den Alltag von Millionen von Menschen prägt. Emma Lehbib wird an der Universität in Groningen „International and European Law“ studieren. Sie kann sich gut vorstellen, später in die Politik zu gehen oder für die Vereinten Nationen, die Europäische Union oder eine NGO zu arbeiten.

Der Young Women in Public Affairs Award (YWPA) ist eine Auszeichnung für junge Frauen, die sich ehrenamtlich engagieren, erfolgreich Leistungsverantwortung übernehmen und sich der Stärkung von Frauen verpflichtet fühlen. Er richtet sich an junge Frauen im Alter von 16 bis 19 Jahren, die sich in besonderer Weise durch gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet haben. Durch den Preis sollen junge Frauen darin bestärkt werden, sich ehrenamtlich für öffentliche Belange einzusetzen – ob nun in Schule, Politik oder in Vereinen und Organisationen.

Der ZONTA Club Bremen beteiligt sich bereits seit 2002 sehr erfolgreich an dem weltweiten Wettbewerb. Einige der Bremer Preisträgerinnen gehörten auf Distriktebene und auch international zu den Besten.

Verleihung des YWPA Award 2019

Verleihung des YWPA Award 2019

Selin Ersoy, Gewinnerin des YWPA-Award 2019

ZONTA Club Bremen würdigt das Engagement junger Frauen

Am Mittwoch, den 13. März 2019 hat der ZONTA Club Bremen erneut den Young Women in Public Affairs Award vergeben.

Im festlichen Ambiente des Musikzimmers des Bremer Institut français verlieh Clubpräsidentin Christine Finckh den Preis in diesem Jahr an die Schülerin Selin Ersoy vom Hermann-Böse-Gymnasium.

Der Wettbewerb würdigt das ehrenamtliche Engagement von jungen Frauen, die sich an ihrer Schule oder Ausbildungsstätte und im öffentlichen Leben engagieren, früh Führungsaufgaben übernehmen und dazu beitragen, den Status von Frauen zu verbessern. Neben der Preisträgerin waren noch drei weitere junge Frauen nominiert worden.

Eine rege Gesprächsrunde mit allen Wettbewerbsteilnehmerinnen, die von Bettina Wilhelm, der Frauenbeauftragten im Land Bremen moderiert wurde, verdeutlichte das vielfältige und umfangreiche Engagement der Bewerberinnen. Ihr ehrenamtlicher Einsatz habe sie nach eigenen Aussagen in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.

Im Anschluss an die Preisverleihung gab es für alle Gäste noch die Gelegenheit, mit den jungen Frauen ins Gespräch zu kommen.

Die diesjährige Preisträgerin Selin Ersoy engagiert sich in ihrer Schule auf vielfältige Art und Weise, unter anderem bei der Hausaufgabenbetreuung für jüngere Schüler, im Abiball-Komitee sowie in der Paten-AG des Hermann-Böse-Gymnasiums, bei der sie Kindern hilft, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten. Durch die Teilnahme an Austauschprojekten und zahlreichen Planspielen erweiterte sie kontinuierlich ihr Wissen über verschiedene Kulturen sowie die Europäische Union und die Vereinten Nationen und debattierte aktuelle gesellschaftliche Probleme. Auch nach dem Abitur möchte sich Selin Ersoy leidenschaftlich für andere Menschen einsetzen und besonders ihr bisheriges Engagement für UNICEF und die Rechte von Kindern noch weiter ausbauen.

Mit dem Young Women in Public Affairs Award ist für die Preisträgerin die Teilnahme am Wettbewerb auf europäischer Ebene (Zonta District) verbunden. Als Preisträgerin des Districts (1. Preis 1.500 US$ + 500 € / 2. Preis 350 € / 3. Preis 200 €) erhält sie die Chance, einen von 10 Preisen zu je 4.000,00 US$ von ZONTA International zu bekommen.